Das waren noch Zeiten...wisst ihr noch?
Gerade gestern kommentierte ich noch in Nessys Beitrag, daß es so schlimm bei mir gar nicht ist. Das mit dem Altsein.
Und dann, ja dann fuhr ich allein im Auto. Sang lauthals Lieder mit, bis ich feststellte, daß ich die "Retro-Charts" hörte. Quasi meine Musik, damals, als ich noch jung war.
Damals, als ich meine Cowboystiefel am liebsten auch über Nacht anbehalten hätte. Die ollen Dinger, die ich bestimmt zwei, drei Jahre lang schleppte. Sommer wie Winter. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, bequem waren die Dinger ja. Im Sommer heiß, im Winter... aber lassen wir das.
Damals, als ich noch Bauchfrei trug. Mittlerweile zieht das ja an den Nieren. Und mal ganz davon abgesehen, daß das aktuell auch nicht mahr ganz so nett anzusehen wäre, es wäre auch langsam etwas unpassend.
Damals, als ich noch Strechkleider trug. Wisst ihr noch? Dieser komische Stoff, aus dem auch dann die Badeanzüge waren? Da gab es diese Schläuche, die man wahlweise als Rock oder (Mini)Kleid anziehen konnte. Ich hatte sogar eines mit Ärmeln, das mit Glück meistens den Hintern bedeckte... Ja,ja. Das waren noch Zeiten!
Damals, als man noch ungeschminkt aus dem Haus gehen konnte, ohne gefragt zu werden, ob man sich nicht gut fühlt.
Damals, als es noch scheißegal war, wieviel die Kiste verbraucht, Hauptsache, man lässt die Trödler hinter sich.
Oder noch früheres damals, als ich noch nichts dabei gefunden habe, "schnell mal mit dem Fahrrad" zu meinem Freund zu fahren, der 28 (in Worten achtundzwanzig!!!) Kilometer von mir entfernt wohnte. Bei den Benzinpreisen heutzutage würd ich mich fragen, ob ich das mit dem Auto machen sollte! Vom Fahrrad will ich ja gar nicht mehr sprechen.
Ach ja, das war schon eine geile Zeit damals. Als noch gute Musik (Snap, Dr. Alban, Europe, NKOTB, ...) im Radio lief und ich nichts komisches dabei fand, daß die Moderatoren da mich duzen. Als mein Zimmerchen noch voll mit Postern von Stars war. Als 20 Mark Taschengeld eine Menge Zeug war. Und wenn das aus war, hat man halt was ausgegeben bekommen. Nächtelanges Billiardspielen, was solls, die erste Stunde war nur Reli. Im Bus morgens Haufaufgaben abgeschrieben, den Walkman auf den Ohren mit Selbstaufgenommenem aus dem Radio. Überhaupt hätte ich heute gar nicht mehr die Zeit, stundenlang vor dem Radio zu warten um dann (ohne die ersten Sekunden natürlich) mein Lied aufzunehmen. Dann, wenn man verpasst hatte, "Pause" zu drücken, zurückspulen, um die Nachrichten wieder zu überspielen...Wisst ihr noch?
Als die größte Sorge noch war, daß Mutter einen mit Farbe im Gesicht oder beim Rauchen erwischt. Und überhaupt. 6 Wochen Sommerferien. Sechs Wochen!!!
Abends musste ich noch aus dem Fenster klettern, um ausgehen zu können. Das "Raus" war gar nicht das Problem. Nur lautlos zurückklettern. Durch ein Minifenster, daß anderthalb Meter über dem Erdboden ist. Kopfüber durch, anders gings nicht. Und das auch noch angetüddelt. Ich sag´s Euch, das war noch Nervenkitzel. Hätten mich meine Eltern nur einmal dabei erwischt...ich hätte heute noch Hausarrest und einen wunden Hintern!
Und dann hatte mein Vater auch noch die wirklich dumme Angewohnheit Nachts, wenn er aufwachte, noch einen Kontrollgang durch die Zimmer zu machen, ob auch wirklich alle Heizungen aus waren. Und dabei entdeckte er auch gern mal ein offenes Fenster. Nicht, daß ihm das im Halbschlaf komisch vorgekommen wäre, aber er schloss es natürlich. Und ich kam heim und der Rückweg - zu. Dann musste ich das Schwesterlein aus dem Schlaf klopfen, sie musste quer durchs Haus schleichen um mir hinten die Terassentür auf zu machen. So weit, so gut. Nur hatten wir da so einen Lichtbewegungsmelder. Und dierekt darüber das Schlafzimmerfenster meiner Eltern! Also musste ich ganz um das Haus rum, durch die Dünen. Und dann immer an der Wand lang. Gaaanz langsam. Nervenprobe, das kann ich Euch sagen!
Doch, ja, etwas von der Zeit geht verloren, wenn man "erwachsen" wird. Sicher, einiges habe ich mir erhalten. Über anderes bin ich heute ganz froh, das es nicht mehr so ist. Aber maches Mal, wenn so ein kleines Kind an der Haustür vor mir steht und mich mit großen Augen fragt, ob Zwerg wohl spielen darf, frage ich mich, wo die Zeit geblieben ist.
Und dann, ja dann fuhr ich allein im Auto. Sang lauthals Lieder mit, bis ich feststellte, daß ich die "Retro-Charts" hörte. Quasi meine Musik, damals, als ich noch jung war.
Damals, als ich meine Cowboystiefel am liebsten auch über Nacht anbehalten hätte. Die ollen Dinger, die ich bestimmt zwei, drei Jahre lang schleppte. Sommer wie Winter. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, bequem waren die Dinger ja. Im Sommer heiß, im Winter... aber lassen wir das.
Damals, als ich noch Bauchfrei trug. Mittlerweile zieht das ja an den Nieren. Und mal ganz davon abgesehen, daß das aktuell auch nicht mahr ganz so nett anzusehen wäre, es wäre auch langsam etwas unpassend.
Damals, als ich noch Strechkleider trug. Wisst ihr noch? Dieser komische Stoff, aus dem auch dann die Badeanzüge waren? Da gab es diese Schläuche, die man wahlweise als Rock oder (Mini)Kleid anziehen konnte. Ich hatte sogar eines mit Ärmeln, das mit Glück meistens den Hintern bedeckte... Ja,ja. Das waren noch Zeiten!
Damals, als man noch ungeschminkt aus dem Haus gehen konnte, ohne gefragt zu werden, ob man sich nicht gut fühlt.
Damals, als es noch scheißegal war, wieviel die Kiste verbraucht, Hauptsache, man lässt die Trödler hinter sich.
Oder noch früheres damals, als ich noch nichts dabei gefunden habe, "schnell mal mit dem Fahrrad" zu meinem Freund zu fahren, der 28 (in Worten achtundzwanzig!!!) Kilometer von mir entfernt wohnte. Bei den Benzinpreisen heutzutage würd ich mich fragen, ob ich das mit dem Auto machen sollte! Vom Fahrrad will ich ja gar nicht mehr sprechen.
Ach ja, das war schon eine geile Zeit damals. Als noch gute Musik (Snap, Dr. Alban, Europe, NKOTB, ...) im Radio lief und ich nichts komisches dabei fand, daß die Moderatoren da mich duzen. Als mein Zimmerchen noch voll mit Postern von Stars war. Als 20 Mark Taschengeld eine Menge Zeug war. Und wenn das aus war, hat man halt was ausgegeben bekommen. Nächtelanges Billiardspielen, was solls, die erste Stunde war nur Reli. Im Bus morgens Haufaufgaben abgeschrieben, den Walkman auf den Ohren mit Selbstaufgenommenem aus dem Radio. Überhaupt hätte ich heute gar nicht mehr die Zeit, stundenlang vor dem Radio zu warten um dann (ohne die ersten Sekunden natürlich) mein Lied aufzunehmen. Dann, wenn man verpasst hatte, "Pause" zu drücken, zurückspulen, um die Nachrichten wieder zu überspielen...Wisst ihr noch?
Als die größte Sorge noch war, daß Mutter einen mit Farbe im Gesicht oder beim Rauchen erwischt. Und überhaupt. 6 Wochen Sommerferien. Sechs Wochen!!!
Abends musste ich noch aus dem Fenster klettern, um ausgehen zu können. Das "Raus" war gar nicht das Problem. Nur lautlos zurückklettern. Durch ein Minifenster, daß anderthalb Meter über dem Erdboden ist. Kopfüber durch, anders gings nicht. Und das auch noch angetüddelt. Ich sag´s Euch, das war noch Nervenkitzel. Hätten mich meine Eltern nur einmal dabei erwischt...ich hätte heute noch Hausarrest und einen wunden Hintern!
Und dann hatte mein Vater auch noch die wirklich dumme Angewohnheit Nachts, wenn er aufwachte, noch einen Kontrollgang durch die Zimmer zu machen, ob auch wirklich alle Heizungen aus waren. Und dabei entdeckte er auch gern mal ein offenes Fenster. Nicht, daß ihm das im Halbschlaf komisch vorgekommen wäre, aber er schloss es natürlich. Und ich kam heim und der Rückweg - zu. Dann musste ich das Schwesterlein aus dem Schlaf klopfen, sie musste quer durchs Haus schleichen um mir hinten die Terassentür auf zu machen. So weit, so gut. Nur hatten wir da so einen Lichtbewegungsmelder. Und dierekt darüber das Schlafzimmerfenster meiner Eltern! Also musste ich ganz um das Haus rum, durch die Dünen. Und dann immer an der Wand lang. Gaaanz langsam. Nervenprobe, das kann ich Euch sagen!
Doch, ja, etwas von der Zeit geht verloren, wenn man "erwachsen" wird. Sicher, einiges habe ich mir erhalten. Über anderes bin ich heute ganz froh, das es nicht mehr so ist. Aber maches Mal, wenn so ein kleines Kind an der Haustür vor mir steht und mich mit großen Augen fragt, ob Zwerg wohl spielen darf, frage ich mich, wo die Zeit geblieben ist.
Paulaline - 13. Okt, 22:47
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