Eine Bildergeschichte

Es gibt Dinge, die man einfach nicht tut:
Man verabredet sich nicht mit Gästen.
Man schläft nicht beim ersten Date miteinander. Und vor allem hält man sich von Surfertypen fern.

Nicht unbedingt in der Reihenfolge.
Auch nicht, wenn sie blitzeblaue Augen haben. Strahlende, funkelnde mit winzigen weißen Punkten drinnen.

Wir gingen etwas essen, danach trennten sich unsere Wege. Ich wollte nach Hause, geschafft, wie ich war. Dann telefonierten wir - und ich wollte ihn wiedersehen. Auch, wenn man es doch nicht tut! So duschte ich mich wach, fuhr zurück.

Wir tranken etwas, tanzten weniger und redeten. Verstanden uns super. Dann küsste er mich. Und das war toll! Wir zogen noch etwas weiter, aber es war schnell kar, daß wir lieber allein mit uns sein wollten.

Eigentlich landeten wir sehr schnell im Bett. Und es war toll! Richtig. Unglaublich, unfassbar, Weltenverschiebend - toll! Dann ging er, weil er am nächsten Tag abreiste. Vorher besuchte er mich noch kurz bei der Arbeit.

Was das ist, wird? Keine Ahnung.
Ab heute ist er erst mal verreist, danach ich.
Wir telefonieren erst einmal, besuchen uns vielleicht.
Man wird sehen.
Ich habe etwas getan, was ich nie tun wollte. Nein, so stimmt das nicht. Zu dem mir immer der Mut fehlte.
Ich habe es nun getan. Zwischendurch hatte ich Bedenken. Klar, denn sonst wäre ich ja nicht ich. Meint er es ernst? Hat er mir das alles nur erzählt, damit ich mit ihm in Bett gehe? Aber hätte er dann nicht gedrängelt? Oder nicht? Oder was? Doch dann dachte ich bei mir, dass es ja völlig egal ist. Ob was wann vielleicht mal werden wird, kann nie jemand im Voraus wissen und gerade ich liege da mit meinen Prognosen und Hoffnungen ja sowieso immer daneben. *lach* Also habe ich das getan, was ich in dem Moment gern wollte! So! Und es war gut und richtig.
Es war der mit Abstand beste Sex war, den ich jemals hatte (und zwar mit I-------------> so einem Abstand!), was mit Sicherheit an ihm lag - aber warscheinlich auch daran, daß ich mich einfach habe fallen lassen. Und es einfach Spaß gemacht hat. Ich weiß nicht, auch wenn ich ihn gern wiedersehen würde, es ist nicht überlebenswichtig. Es wird sich halt zeigen.
Zwischendurch schoß mir kurz mal der Gedanke durch den Kopf:"Moment mal, was passiert hier gerade?" Und da sah er mich an und fragte:"Fragst Du Dich gerade, was Du tust?" Und ich sagte:"Ja, aber das ist nicht so wichtig, weil es OK ist."
Und das war es.
Ich habe gegen fast jede meiner Prinzipien verstoßen, in die Richtung gehend, aber - ach, ich denke, es sollte vielleicht so sein!
Ich werde das nun deshalb nicht öfters tun, ich denke, das war eben mit ihm OK, aber so ein Glück wird es nicht immer geben.
Nun mal sehen. Erst einmal ist er weg, danach ich, es werden Wochen ins Land ziehen, in denen wir keinen Kontakt haben werden. Wenn überhaupt noch mal. Ich werde es abwarten, ob er sich melden will.
Und wenn nicht, dann eben nicht. Es war eine schöne Nacht. Eine tolle Erinnerung. Und eine tolle Erfahrung. Eine, die mich echt reicher gemacht hat.
Und dabei belasse ich es auch erst einmal.
Paulaline - 4. Okt, 16:39
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