Erlebniswochenende - Teil 1
Oder: Wie eine Traumlandung zum Albtraum wurde.
Wir landeten zu früh. Ein Traum, blieb mir so doch noch Zeit, mein sorgfältig durchdachtes Styling zu checken und mein Näschen nachzupudern. Dinge, für die ich normalerweise andere Frauen auslache. Aber: Besondere Umstände erfordern besondere Verhaltensweisen.
So trat ich dann, zu genau der von mir genannten Zeit in die Ankunftshalle, in erspannter Erwartung auf den Mann, den zu treffen ich mir so lange wünschte. Dadurch, daß ich ja einige Fotos erhalten hatte, würde er nicht schwer auszumachen sein.
Doch er war nicht da. Die Halle leerte sich zusehend, ich ging an den Kaffeestand. Mehr um zu Rauchen, was in der Nervösität und nach dem Flug etwas Beruhigendes hatte. Dann endlich kam sein Anruf, daß er sich verspäte. Als ob ich das nicht schon etwas länger bemerkt hätte. Es schien ihn deutlich weniger zu stören als mich, sagte er nur, ich könne doch noch eben einen Kaffee trinken. Meine Bemerkung, daß ich das schon hinter mir habe, verkniff ich mir.
Dann der Anruf, er sei fast da, und so ging ich schon einmal vor die Tür. Nicht mehr ganz so überschäumend erwartungsvoll ob der Verspätung, das gebe ich zu. Aber immer noch ausreichend Vorfreude. Dann hielt ein Auto mit passenden Kennzeichen und ich riss freudestrahlend sie Tür auf.
Man sagt, der erste Eindruck sei eintscheidend. Dieser Erste Eindruck traf mich wie ein Blitz. Nein, eher wie eine Faust in den Magen. Ich bin auch etwas chaotisch und über Sauberkeit in Autos hatten wir uns auch unterhalten. Darauf war ich allerdings nicht gefasst. Das Auto war im Innenraum grau. Grau von Asche. Der Aschenbecher, oder das, was ich an der Stelle unter dem Berg von Asche, die sich zu beiden Seiten im Fußraum als verstreute Häufchen fortsetzte, quoll förmlich über. Später sollte er auf meinen kleinen Witz darüber, daß er ein neues Auto bräuchte, da der Aschenbecher voll sei, erwiedern, daß er sich praktischerweise in jeder starken Kurve selbst entleerte.... Der Rest des Wagens war, um es an dieser Stelle kurz zu halten, in ähnlicher Verfassung.
Nun will ich mich ja nicht an Gebrauchsgegenständen aufhalten. Denn es ging doch um den Fahrer, der leider zu seinem Auto passte. Den ersten Impuls, die Autotüre sofort wieder zuzuschlagen widerstand ichleider Gottes tapfer und schalt mich, dass es auf solcherlei Äußerlichkeiten nicht ankäme und ich mehr den Mann sehen solle, mit dem ich so tolle Mailwechsel und Telefonate hatte. Sonst sei ich ja auch nicht so oberflächlich!
So stieg ich, ein heldenhaftes Lächeln aufsetzend, ins Auto. Nicht, ohne ein kleines Staubwölkchen aufzuwirbeln.
Das genau war der Moment, an dem er das erste Mal sehr geräuschvoll die Nase hochzog.
Wir landeten zu früh. Ein Traum, blieb mir so doch noch Zeit, mein sorgfältig durchdachtes Styling zu checken und mein Näschen nachzupudern. Dinge, für die ich normalerweise andere Frauen auslache. Aber: Besondere Umstände erfordern besondere Verhaltensweisen.
So trat ich dann, zu genau der von mir genannten Zeit in die Ankunftshalle, in erspannter Erwartung auf den Mann, den zu treffen ich mir so lange wünschte. Dadurch, daß ich ja einige Fotos erhalten hatte, würde er nicht schwer auszumachen sein.
Doch er war nicht da. Die Halle leerte sich zusehend, ich ging an den Kaffeestand. Mehr um zu Rauchen, was in der Nervösität und nach dem Flug etwas Beruhigendes hatte. Dann endlich kam sein Anruf, daß er sich verspäte. Als ob ich das nicht schon etwas länger bemerkt hätte. Es schien ihn deutlich weniger zu stören als mich, sagte er nur, ich könne doch noch eben einen Kaffee trinken. Meine Bemerkung, daß ich das schon hinter mir habe, verkniff ich mir.
Dann der Anruf, er sei fast da, und so ging ich schon einmal vor die Tür. Nicht mehr ganz so überschäumend erwartungsvoll ob der Verspätung, das gebe ich zu. Aber immer noch ausreichend Vorfreude. Dann hielt ein Auto mit passenden Kennzeichen und ich riss freudestrahlend sie Tür auf.
Man sagt, der erste Eindruck sei eintscheidend. Dieser Erste Eindruck traf mich wie ein Blitz. Nein, eher wie eine Faust in den Magen. Ich bin auch etwas chaotisch und über Sauberkeit in Autos hatten wir uns auch unterhalten. Darauf war ich allerdings nicht gefasst. Das Auto war im Innenraum grau. Grau von Asche. Der Aschenbecher, oder das, was ich an der Stelle unter dem Berg von Asche, die sich zu beiden Seiten im Fußraum als verstreute Häufchen fortsetzte, quoll förmlich über. Später sollte er auf meinen kleinen Witz darüber, daß er ein neues Auto bräuchte, da der Aschenbecher voll sei, erwiedern, daß er sich praktischerweise in jeder starken Kurve selbst entleerte.... Der Rest des Wagens war, um es an dieser Stelle kurz zu halten, in ähnlicher Verfassung.
Nun will ich mich ja nicht an Gebrauchsgegenständen aufhalten. Denn es ging doch um den Fahrer, der leider zu seinem Auto passte. Den ersten Impuls, die Autotüre sofort wieder zuzuschlagen widerstand ich
So stieg ich, ein heldenhaftes Lächeln aufsetzend, ins Auto. Nicht, ohne ein kleines Staubwölkchen aufzuwirbeln.
Das genau war der Moment, an dem er das erste Mal sehr geräuschvoll die Nase hochzog.
Paulaline - 7. Jan, 21:30
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