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22
Okt
2007

das tut man doch nicht!

Es gab, bevor ich hier anfing, eine Vereinbarung zwischen dem Chef und mir, daß er mir etwas Geld extra zahlen würde. Und zwar wollte ich mehr Gehalt haben, und da er mich dringendst hier wolltem, stimmte er zu.
Das Geld sollte als 400€ Job laufen von seiner anderen Firma aus.

Die ersten 2 Monate (letztes Jahr) klappte auch ganz gut, bis auf das er mich nicht anmeldete.

Nun hat er eine Neue und auf einmal ist es nicht mehr so dringend, daß ich hier arbeite.
Und - wer hätte das gedacht - auf einmal klappt da nichts mehr.
Nun renn ich seit einer halben Ewigkeit dem Geld hinterher, im ersten Halbjahr hat er mich schon leicht über 1000€ beschissen, da er die von mir gemachten Überstunden gleich mal abzog.

In der Zeit, in der ich krank war gab´s ntürlich auch nichts, geschweige denn, daß ich es hätte auf das Krnakengeld anrechnen lassen können. Dann habe ich den einen Monat ja nicht vollständig gearbeitet, also bekam ich nun auch nichts.
so wäre der September der letzte (für ihn!) rechenbare Monat gewesen und als ich nachbettelte, versprach er mir, es auf mein Konto zu überweisen. Direkt mit der Aussage, daß ich "ja wohl völlig vergessen könne, das Geld zu bekommen, wenn ich das Baby habe." und "Das sei wohl mal klar."

Natürlich ist das Septembergeld bis heute nicht auf dem Konto und ich überlege jetzt ernsthaft, ob ich das Ganze mal endlich einem Anwalt übergeben soll.
Denn glücklicherweise habe ich einige der Abmachungen von ih, schriftlich per email.
Zählt so etwas?

Natürlich habe ich dann ohne Ende Streß hier.
Denn ausflippen wird er. Keine Frage.

Aber machen kann er ja nichts, oder?

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Kinkerlitzch3n - 22. Okt, 20:09

Oh nein, nicht schon wieder! Der Typ bringt echt nichts als Ärger.
Vielleicht bringt ja schon die Drohung mit einem Anwalt Vernunft in seinen Kopf?

Paulaline - 22. Okt, 20:36

würde mich aber vorher gern informieren, was für chancen ich überhaupt habe.
Kinkerlitzch3n - 22. Okt, 21:15

das ist sicherlich nicht verkehrt.
Bambi - 22. Okt, 21:40

Wenn das alles legal war

dann ist es jetzt wohl an der Zeit, Stärke (und Unabhängigkeit) zu zeigen. Wenn nicht, dann bist du wohl Opfer deines Vertrauens geworden und hast dich in eine Abhängigkeit gebracht, die du jetzt bereuen könntest...

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und viel Glück - für dich und deine Kleinen...

LG
Paulaline - 22. Okt, 22:01

naja.
das ist es eben. genau das wollte ich.
er wollte es anfangs so geben, aber ich wollte es eben angemeldet (weswegen er auch die lohnsteuerkarten hat).
nur, obwohl ich mehrfach nachgefragt habe - und er sich immer kümmern wollte - ist ja nichts passiert.

und nun weiß ich eben nicht, wo ich stehe.
und ob es zählt, daß ich schriftlich dieses angebot habe. wenn auch nur in einer email, die allerdings habe ich noch original.
Traumhanseat1 - 23. Okt, 00:46

Natürlich kommt es auf den Einzelfall an, aber es ist immer hinterfragungswürdig, welche Kombination von langfristigen Zielen gewünscht ist und insbesondere, ob es dem Gesamtbündel dieser Ziele entspricht, mit harten Bandagen um den "letzten" Betragsbestandteil zu kämpfen. Ich kenne das Problem und habe es stets verworfen, den "letzten Gehaltsbestandteil", der fallweise in Frage gestellt wird, abgesehen davon, daß dieser in der Steuerprogression sowieso nicht das abwirft, was er brutto verspricht, per Anwalt einzuforderen. Dafür bleibt ein beidseitiges(!) Gesamtvertrauensverhältnis bestehen, das mir für meinen Geschmack enorme Privilegien gestattet, die im Einzelfall rechte Problem minimieren, als es der Fall bei offizieller Konfrontation wäre, und der Firma die Möglichkeit gibt, ihre Probleme durch goodwill ihrer Mitarbeiter anzugehen. Die mich beschäftigende Firma lebt davon, daß alle an einem Strang ziehen und im Einzelfall jeder sowohl zurücksteckt als auch fordert.

Paulaline - 23. Okt, 08:27

Ja.
Grundsätzlich gebe ich Dir, besonders im letzten Satz, Recht.

Allerdings will ich mich auch nicht verarschen lassen und für mich ist das Geld, was mir da monatlich fehlt eine ganze Menge und wirklich wichtig. Und das weiß er ja auch!
Nun bezeichnet er sich immer überall als Wohltäter. Andernorts sogar als ein Freund von mir.
Aber hintenrum bescheißt er mich?

Ich finde, ich lasse mir das schon viel zu lange gefallen.
Parker - 23. Okt, 07:18

Wenn du dich nicht wehrst, wird er so weitermachen. Und du wirst nicht nur ne Menge Geld verlieren, sondern damit zeigen, dass man es mit dir machen kann!

Aber ich kann verstehen, dass du das sorgsam überlegst. Es ist ja doch deine Arbeit.

Hast du es schon mal bei der Gewerkschaft versucht? Die bieten rechtlichen Rat in solchen Angelegenheiten und vertreten dich ggf. auch vor Gericht. Ich weis zwar nicht, ob man zwangsläufig da Mitglied sein muss, aber der Mitgliedsbeitrag wäre sicher noch billiger als was dich ein Rechtsanwalt kostet.

Paulaline - 23. Okt, 08:12

Oh, eine von uns hier (die andere Frau) ist in der Gewerkschaft.
Wird hier gaaar nicht gern gesehen.

ich hatte da auch schon mal drüber nachgedacht.
Parker - 23. Okt, 08:25

Dein Chef muss ja auch nicht alles wissen... Ob du Mitglied in einer Gewerkschaft bist oder nicht, ist deine Privatangelegenheit. Das geht niemanden etwas an. Und wo du dich rechtlich beraten lässt, auch nicht.
Paulaline - 23. Okt, 08:28

werden die nicht informiert?
Parker - 23. Okt, 10:31

Meines Wissens nicht. Das ist deine Privatsache, wie wenn du Mitglied im, weis was ich, Hundezüchterverein bist. Nur wenn du für die Gewerkschaft im Betrieb tätig wirst (Mitgliederwerbung, Betriebsrat usw.), dann kriegt er das natürlich mit. Aber als normales Mitglied? Nein.
Paulaline - 23. Okt, 10:40

oh, ok.
ich war davon ausgegangen, dass der chef informiert wird oder das irgendwo draufsteht auf lohnabrechnungen oder so.
man muss ja auch etwas zahlen dafür, nicht?

aber werde mich da einfach mal schlau machen
Parker - 23. Okt, 11:09

Der Mitgliedsbeitrag von Gewerkschaften ist normalerweise 1 oder 2 % des Bruttolohns monatlich. Aber ich weis nicht, welche Gewerkschaft für dich in Frage kommt und was die für "Preismodelle" anbieten.

Trotzdem, viel Glück! *drück*.
Paulaline - 23. Okt, 11:23

na, werd mich da mal schlau machen.
hatte schon überlegt, die kollegin zu fragen, die es ebenfalls ist...

mal sehen
werd erst mal onkel google befragen, denke ich
Perdi - 23. Okt, 07:33

Du musst dich unbedingt bevor du dich an einen Rechtsanwalt wendest an die (bei uns in Ö. heißt sie Arbeiterkammer) Stelle wenden, die die Arbeitnehmer vertritt!! Die Beratung dort ist kostenlos. Der Rechtsanwalt aber, verlangt für jeden Strich den er für dich macht, viel Geld. Informiere dich bitte! Bei uns ist es so, dass jeder (angemeldete) Arbeitnehmer automatisch Beitrag bezahlt. Geh' mal auf gut Glück einfach hin, irgendwie helfen die dir auf alle Fälle weiter!

Ich drück dir die Daumen!

Paulaline - 23. Okt, 08:11

oh, wüsste gar nicht, ob es so etwas hier in D. gibt!
Das wär ja toll!
Perdi - 23. Okt, 08:58

Ich glaube schon!

Mich hat diese Stelle in meiner Pensionssache bei Gericht vertreten und das völlig Kostenlos. Dafür bezahlt man ja die Beiträge. Der Anwalt wird von der Arbeiterkammer (bei uns) bereitgestellt. Ohne die AK hätte ich nicht weitergewusst, denn ich konnte mir keinen leisten.
Du solltest auch unbedingt zusehen, dass dich der Kotzbrocken Chef anmeldet, denn die Zeiten fehlen dir dann bei deiner Pensionierung!!! (Weiß ich von mir selbst. Damals war ich aber froh, dass ich die Kinder im Geschäft haben konnte und dachte nicht viel darüber nach. Das rächt sich aber bitterlich).

*Drückerchen*
Paulaline - 23. Okt, 09:09

Ja, genau deshalb wollte ich das eben auch.
Zumal bei mir ja noch dazu kommt, daß ich durch die Gastronomie/Saisonarbeit eh schon mehr als genug "Fehlzeiten" habe. Falls ich irgendwann mal Rente haben will, muss ich noch ordentlich arbeiten.
Kinkerlitzch3n - 23. Okt, 10:04

Guten Morgen!
Ich hab mich jetzt grad bei der AK erkundigt, ob es in D vergleichbare Stellen gibt, leider nein, du kannst dich nur an die Gewerkschaft wenden.
Vielleicht gibts es dort aber auch kostenlose oder günstige Beratungen für Nicht-, oder Neumitglieder bzw. Leute die überlegen, ob sie der Gewerkschaft beitreten sollen?
Besonders wenn die Frage im Raum steht, ob der Arbeitgeber über einen Gewerkschaftsbeitritt informiert wird.

Ich wünsch dir alles Gute in dieser Sache!
Paulaline - 23. Okt, 10:41

Mensch, danke!

Ja, dann werde ich das wohl über die Gewerkschaft tun müssen.
Hatte auch von der AK noch nie etwas gehört, aber gut, normalerweise kenne ich solche Sachen auch nicht.
Kinkerlitzch3n - 23. Okt, 11:23

Bei uns kennt jeder die AK, wird auch stark beworben und ist eine echt gute Institution!
Traumhanseat1 - 24. Okt, 00:04

Mitglied in einer Gewerkschaft zu sein, bedeutet Mitgliedsbeitrag zahlen, und der wird, soviel ich weiß (sicher bin ich mir aber nicht) von der gehaltsabrechnenden Stelle, d.h. vom Betrieb oder einer damit beauftragten Stelle vom Gehalt abgezogen und an die Gewerkschaft abgeführt. D.h. der Arbeitgeber erfährt das auf jeden Fall. Frage natürlich, ob das nicht auch anders geht. Gewerkschaftsmitglieder haben wohl eine kostenlose Arbeits-Rechtsschutzversicherung (informieren!), d.h. die bezahlt den Rechtsanwalt. Ist aber die Frage, ob sich das für einen Einzelfall lohnt, denn 1 oder 2 Prozent vom Bruttogehalt sind je nach Steuersatz 2 oder 4 Prozent vom Nettogehalt. Hast Du keine private Rechtsschutzversicherung (ist nie ein Fehler und kostet kaum was)? Die würde Rechtsanwaltskosten auch übernehmen. Eine solche jetzt dafür abzuschließen, funktioniert aber wahrscheinlich nicht, da sie nicht in zurückliegende Fälle eingreift und manchmal eine Wartezeit ab Vertragsabschluß beinhaltet.

Wobei mir ein Fall aus dem Hauptort Deiner regional abgegrenzten Heimat bekannt ist, der zwar nicht Arbeitssachen betrifft, aber bei dem ein und derselbe Rechtsanwalt beide Institutionen vertreten mußte. Wobei es in W. einige Rechtsanwälte gibt, davon 2 Frauen, aber die dortige Welt ist klein. Beachte die spezielle Konstellation Deiner Heimat.

Parker - 24. Okt, 08:16

Nicht zwangsläufig. Mein Vater ist auch bei einer Gewerkschaft, da wird das vom Konto abgebucht. Wie ein Vereinsbeitrag.
Paulaline - 24. Okt, 09:31

Also grundsätzlich (habe mich gestern mal schlau gemacht) kann ich das Geld auch vom Konto abbuchen lassen, so daß nicht auffallenwürde.
Die private RS habe ich praktischerweise letztes Jahr gekündigt, weil sie nicht das abdeckte, was ich brauchte und viel zu teuer war. Ich habe zwar in den letzten Wochen eine abgeschlossen, aber wie Du schon sagtest, das bringt noch nichts.

Das mit den Anwälten hier ist eben ein großes Problem. Da er des Öfteren mal welche braucht, hat er pauschal bei allen hier schon mal Aufträge gehabt, da von einigen eben bekannt ist, daß sie nicht gegen kunden klagen. So hat er die "Guten" schon mal auf seiner Seite. Das hat er mir sogar selbst mal so erklärt.

Nun werde ich dann wohl auf Anwälte vom Kontinent ausweichen müssen, was mir auch nicht passt. Aber das muss ich eben auch bedenken.
Traumhanseat1 - 25. Okt, 02:11

Problem des anonymen Gewerkschaftbeitritts also gelöst. Aber bedenke die Kosten. Und den "Buschfunk" auf der Insel.
Eine private RS deckt alles ab, außer Zoff mit dem Vermieter. Letzteres ist bewußt rausgenommen resp. extra versicherbar, um den Beitrag zu begrenzen, da praktisch jeder Zoff mit dem Vermieter hat; wahlweise ist eine Autotheater-Komponente zuschaltbar. Und beruflich Selbständige jenseits einer gewissen Umsatzgrenze werden teurer zur Kasse gebeten, ohne daß die Selbständigkeit mitversichert wäre. Dafür sind wohl alle Teilnehmer eines gemeinsamen "Haushalts" automatisch mitversichert.

Jedes Amtsgericht bietet innerhalb gewisser Öffnungszeiten eine kostenlose Rechtsberatung an, vorausgesetzt, die Gehaltsabrechnung unterschreitet eine bestimmte Grenze. Amtsgerichte gibts normalerweise zusammen mit einem angeschlossenen Notariat in Kreis- oder größeren Städten. Meines Wissens gibts auf der Insel keines, aber obwohl keines der beiden Kriterien zutrifft, in der "Stadt" auf dem Kontinent, wo die Touris aufgeladen werden. Also Gehaltslimit und Öffnungszeiten checken und ab in die NOB. Hast Du schon mal den Gedanken in Erwägung gezogen, einen gewerkschaftsbeitragszahlenden Strohmann vorzuschicken, der Deinen Fall zu seinem macht und statt Deiner die kostenlose Rechtsberatung wahrnimmt? Für Mitarbeiter in gastronomischen Betrieben, und die Insel beinhaltet den einen oder anderen davon, zeichnet sich eine Gewerkschaft namens "Nahrung-Genuß-Gaststätten zuständig".

Es gibt übrigens Rechtsanwälte, die Du via einer 0190 o.ä.-Telefonnummer oder vielleicht auch durch per Flatrate abgedeckte Online-Kommunikation konsultieren kannst.

Aber nochmal mein Tip: juristische Konfrontation mit einem Arbeitgeber, insbesondere wenn er in einer geographisch abgegrenzten Region lokalisiert und insbesondere dort etabliert ist, braucht nicht unbedingt der erste Schritt zur Geltendmachung der letzten Eurobestandteile sein. Verifiziere erstmal die von allen Deinen Blog- und sonstigen Freunden (und wenn ich das richtig sehe, hast Du in diesen einen unschätzbaren Informationsschatz) angedachten Beratungsvorschläge. Sei Dir gewiß - juristisch würde Dein Chef zweifelsfrei nachgeben müssen, aber trotz des Lebens in einem vergleichsweise, ich betone vergleichsweise, korruptionsarmen Land wird er sein nach einer juristischen Niederlage angekratztes Image mit allen "Poliermitteln", die ihm zur Verfügung stehen, wieder zum Glänzen zu bringen versuchen. Wobei die Insel bezüglich Deiner Branche nicht arm an Alternativangeboten sein wird, aber möchest Du nicht die Freiheit genießen, ohne Termindruck einen Arbeitgeber zu selektieren?

Hast Du alle einkommensinduzierenden Möglichkeiten, die Dir auf der Insel neben einem Hauptberuf zur Verfügung stehen, gecheckt? Es wird für Dich keine Zusatzinfo sein, aber so einige Insulaner erzielen neben ihrem Beruf ein geradezu Haupteinkommen durch die Betreuung der reichtumsgepowerten Zweitwohnungen und -häuser. Mir persönlich bekannte insularische Akademiker (soviel zu Deinem "Stammbaum und Familienwappen") sind diesbezüglich tätig, da hier kostenresistente Auftraggeber dahinterstecken, die für Vertrauen bezahlen. Dafür gibt es einen Pool in Form einer Firma, der Ausgangsbasis für im Einzelfall äußerst lukrative Einzelvereinbarungen ist.

Paulaline - 25. Okt, 09:49

Fürs erste möchte ich mich informieren, wie meine Chancen überhaupt stehen würden.
Ob emails da überhaupt zählen, ob man mir daraus einen Strick drehen könnte.

Ich habe mir mittlerweile überlegt, daß ich mit diesen Informationen dann erst noch meinen Chef eine schöne email schreiben werde. So als letzte Chance.
Ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der hier in einer Gewerkschaft wäre. Eben nur die eine Kollegin, die allerdings kann ich verständlicherweise nicht fragen. Eine Freundin schlug mir vor, es über ihre RS zu versuchen. Allerdings sind dazu tatsächlich die Begebenheiten viel zu klein, daß nicht das Risiko bestünde, das man mich oder ihren Namen erkennt und das dann in Verbindung bringen würde. Da hab ich mir dann gedacht, daß ich doch lieber etwas Geld investiere und das legal durchziehe. Kann ja nicht die Welt kosten - will ja nur ne Auskunft.

Ich gebe Dir Recht, daß es für mich nicht einfacher wird, hier auf der Insel einen Job zu bekommen, sollte ich mich mit meinem Chef nun endgültig überwerfen. Aber soll ich deshalb den Mund halten?
Ganz ehrlich, der bezeichnet sich vorneherum als "Freund" von mir und bescheißt mich hintenrum um Geld? Ihm ist natürlich bewusst, daß ich auf diesen Job angewiesen bin. Aber das macht sein Verhalten um so erbärmlicher, finde ich.

Ich habe normalerweise nicht den Mut, gegen so etwas anzugehen. Bei anderen schon, aber für mich selbst kämpfen, nein, das kann ich nicht. Und ich denke, genau das hat er gewusst und niemals vor, mir mein geld angemeldet zu geben!
Und ich will ihn einfach damit auch nicht durchkommen lassen.


Natürlich gäbe es für mich Gelegenheiten, nebenbei zu arbeiten. Aber eben genau das wollte ich ja nicht mehr.
Und, dazu kommt, wann soll ich das noch tun? Ich arbeite eh bis nachmittags. Bis ich zuhause bin und meinen Zwerg abgeholt habe, verbleibt mir nur noch zwei bis drei Stunden mit ihm bis er schlafen geht. Wenn ich nun noch ein paar Mal die Woche nebenbei arbeiten gehe, komme ich nicht mal mehr auf 10 Std. wöchentlich, die ich mein Kind sehe. Das geht nicht! Noch dazu, wo nun Nr. 2 kommt.
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