Ich bin zurück.
Mit neuer Kraft und Lebensmut. Hätte gern noch ein paar Tage drangehängt, aber das ging nun mal leider nicht mehr. Naja, hatte ja schon mehr Zeit als geplant.
Was hat sich geändert? An der Situation nicht viel, nur an mir.
Obwohl, doch, auch die Situation hat sich geändert, er lässt mich nun weitestgehend in Ruhe, es kommen nur vereinzelte Kontaktversuche. Nur kommen die mittlerweile nicht mehr an mich ran.
Ich habe die Tage genutzt und hatte zwei Termine bei meinem Arzt und ich denke, das hat mir sehr geholfen. Er hat mir aufgezeigt, daß ich mich selbst nur mehr quäle, weil ich durch die Versuche, alles "unter Kontrolle" zu haben, die mails lese usw. Obwohl er auch sagte, es sei für mich schlimmer, im Ungewissen zu leben, weshalb ich die Nachrichten zwar lesen kann, sie aber nicht an mich ranlassen soll. Leichter gesagt, als getan, aber ich glaube, ich hab das nun langsam unter Kontrolle.
Nun habe ich heute das erste Mal nach einer Woche wieder einen unbekannten Anruf angenommen (ich wartete auf den meiner Mutter) und ja, ihr werdet es erahnen, sie war es nicht...
Da ich aber wegen der Arbeitsgeschichte eh noch mal mit ihm sprechen muss und er eben deshalb (angeblich) anrief, habe ich dann einen Termin ausgemacht. Nicht, wie von ihm vorgeschlagen bei mir. Nicht, wie sein nächster Versuch, beim Abendessen. Nein, am hellichten Tag in einem Restaurant meiner Wahl, wo ihn keiner - und mich alle kennen. Der extra reservierte Tisch ist an einer denkbar unromantischen Stelle, dafür total durch meine Kollegen "überwacht".
Tja, meine Ausweicharbeitsstelle habe ich heute zufällig getroffen, nimmt mich gern, kann mich aber zu den Zeiten, zu denen ich kann, nicht gebrauchen. Schade. Das war meine letzte Chance. Nun werde ich am Sonntag das Gespräch haben, weil ich (WENN ich da anfange), noch einige Sachen im Vertrag geändert haben will, um mich abzusichern.
Ich habe ihm gesagt, daß ich mich nur wegen des Jobs mit ihm treffe. Natürlich wird er sich daran nicht halten, aber wenn er es versucht mit der Rausrederei, werde ich einfach aufstehen. Und nun bin ich dafür auch stark genug.
Diese Tage haben mir eine Menge Ruhe gebracht. Also, nicht äußerlich, war mit dem Zwerglein unterwegs, sondern in mir. Ich habe einige "was will ich - und was will ich nicht"-Fragen geklärt. Ich habe, auch durch die Gespräche mit meinem Arzt, gelernt, mit der Situation umzugehen und auch begriffen, welche Fehler ich gemacht habe. Und die waren gravierend für mich. Und auch erschreckend. Ich habe leider verschiedene Verhaltensmuster in die ich, wider besseren Wissens, immer wieder reinfalle und das muss und vor allem will ich ändern.
Eines ist klar:
Mit dem Menschen bin ich durch.
Seine Versuche, sich rauszureden mir seine Sicht der Dinge zu erklären, belächel ich mittlerweile nur noch. Also ich hab ja schon einen gewaltigen Schaden, aber der? Whow! Eben kam wieder eine email rein und das ist auch wieder nur so ein erbärmlicher Versuch gewesen, ich habe es nur überflogen und dann in seinen Ordner verschoben. Aufbewahren tue ich die erst einmal noch, denn sollte ich dort anfangen....man kann ja nie wissen, wozu die noch mal gut sind!
Der Mensch ist sicherlich mit extremer Vorsicht zu geniessen, aber das weiß ich ja nun. Und, mein Vorteil ist der, daß er mich ganz sicher nicht mehr blenden wird. Denn es dauert zwar lange und ist auch schmerzhaft, aber wenn ich etwas endlich mal begriffen habe...
Noch mal etwas zum Lachen:
Mein uniformierter Bekannter hatte ja nun nicht nur mein Handy, sondern auch mein Auto. Als er vom Dienst nach Hause fuhr, hat er noch etwas eingekauft und promt hielt das andere Auto in der Nähe und der kam angetrödelt. Er sagt, als er hinter der Kofferraumklappe wieder vor kam, klappte dem Guten das ganze Gesicht weg, er wurde bleich und die sms-Anzahl sank ins verschwindend Geringe danach....*g* Tja, mein Freund und Helfer...*lach*
Paulaline - 15. Sep, 22:42