Die Pechmarie

12
Jun
2007

Teil 2 Das Erwachen

Die Punkte sind geschlafene Zeit, die Dinge *darin* gedacht.
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Dann wachte ich auf. Und war, klar, topfit!

Es wuselte Etwas/Jemand um mich rum.
Verschwommene Erinnerungen an die Frage, ob ich Schmerzen hätte.

*Klar! Hallo??? Ich bin operiert worden!!! Da hat man Schmerzen!*
Dann die Frage "wie doll, auf einer Scala von 1 bis 1o.?"
*Hmmm...Scala. Da war was. Aber was war das noch gleich? Er will was von mir hören, so viel ist klar. Zwichen 1 und 1o...*
"Vier?"
"Dann brauchst Du noch nichts."
*OK*
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Ich schlief ruhte mich ein wenig aud, als die Schwerzen doch doller wurden und auf meine Frage erneut dieses Scaladingens.
*Vier war zu wenig. Dumm bin ich ja nicht.*
"Sieben?"

Und ich bekam meine Drogen.
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Beim nächsten Aufwachen war ich allein. Also nicht allein, nur er war nicht da. Dafür aber eine Frau, ca zwei Meter neben mir, die schauderlich schnarchte. So richtig, richtig laut! Und wieso auch immer, ich wurde stinksauer! Als ich an meinem Kopfkissen zubbelte, um es ihr rüber zu schmeißen, damit sie endlich still wird, kam mir der Gedanke, daß sie ja wohl auch operiert worden sein müsste, wenn sie neben mir liegt. Gut, noch lange kein Grund, solch einen Krach zu veranstalten, aber ich bin ja doch ein mitleidiger Typ Mensch und so begann ich erst einmal, ein paar Tränchen zu vergießen, weil sie so leiden musste. Und ich auch, schließlich schnarchte sie ja so laut.
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Dann war der Typ mit der Frage zur Stelle.
"Sieben?"
"Na, das glaub ich aber nicht!"
"Aber sie schnarcht!"
Keine Drogen, glaub ich.
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Er war wieder weg, sie schnarchte.
Mir war so entsetzlich langweilig, daß ich mit meiner rechten Hand ständig an dem Triangel haute. Immer wieder. Immer wieder. Soooo langweilig.
Und da waren Stimmen zu hören.
Aber niemand kam.
Die Nachbarin schnarchte.
Ich spielte mit dem Triangel.
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Meine Mutter ist da! *freu*
Und der Drogenonkel auch wieder! *freu*

"Sechs?" *ich beginne das Speil zu mögen*
Und wieder Drogen. Immer rein damit!
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Dann werde ich auf mein Zimmer geschoben und schlafe noch etwas um gegen 17.oo Uhr wirklich (!) fit zu sein.

Ich bekomme etwas Abendessen, darf nicht rauchen gehen und nehme die ersten Besuche samt Care-Paketen in Empfang..

11
Jun
2007

Die Einschläferung.

Hatte ich doch eine Tiefschlafreportage versprochen!

Also:
Mein letzriger Montag begann um 5:15. Man sollte sich ja schon noch mal gründlich (wie sagt ein Bekannter noch so schön?)durch den Schritt feudeln grundreinigen, bevor man den operierenden Ärzten schlafend ausgeliefert ist, nicht? (Jetzt, wo ich das so niederschreibe, wird mir die Unlogik doch bewusst, vielleicht sollte Frau das lieber nicht tun?) Naja, wie auch immer, ich erachte das als Mindesthöflichkeit den Menschen gegenüber, die mich heilen sollen.

Nur um die abgesprochene zeitliche Abfolge noch mal niederzuschreiben: Um viertel vor sieben musste ich nüchtern (und hungrig !) dort erscheinen, würde ein freundliches Pillchen einnehmen, damit sie mich direkt einschläfern narkotisieren können und pünktlich gegen sieben etwa die OP beginnen. Gegen 10 Uhr sollte ich dann wieder erwachen und alles sei gut.

ICH war pünktlich.
Bekam mein Zimmer zugewiesen, das Hemdchen mit Schnellverschluß zum Binden, Netzhöschen und einem (!) farblich dazupassenden halterlosen Strumpf, der nur leider am Zeh schon durchlöchert war. Aber, ich will nicht kleinlich sein, es war fein säuberlich umnäht worden und ich würde ja eh schlafen.


So optimal vorbereitet lag ich höchst dekorativ auf meinem farblich nicht zu meiner Kleidung und dem Gips passenden Bett und harrte der jungen Ärzte, die mich holen kommen würden.

Und harrte.

Und harrte.

Und nahm mir mein Buch.

Und las.

Schaute auf die Uhr. Halb neun.

Naja, Notfall bestimmt dazwischen gekommen?
Das Hübschliegen wurde auch langsam anstrengend.

Dannn....endlich....die Tür öffnete sich und herein kam....

Eine (nette junge blonde) Krankenschweser - Konkurrenz - und brachte mir das erwartete Pillchen, was ich eifrig mit einem halben Schluck Wasser hinunterspülte. Man will ja auch nicht unkooperativ erscheinen.

Und wartete.
Die Knock-out-Wirkung blieb aus.
Nur etwas müder wurde ich.
Aber, logisch, bei der Warterei!
Ich muss dann doch etwas eingedüselt sein.

Dann kam meine Mutter ins Zimmer geschneit und war direkt schuldbewusst, daß ich schon wieder so fit war.

Wie? Schon vorbei?
Das hatte ja Klasse funktioniert!
Und keinerlei Schmerzen!!!
Götter in Weiß.
Keine Frage.

Ich sah auf die Uhr. Halb zehn.Wohl doch noch nicht vorbei....

Wärend meine Mutter sich mit mir unterhielt, döste ich immer mal etwas. Irgentwann hatte sie dann auch eine Zeitschrift in der Hand. Nicht, daß ich das nicht realisiert hätte, es interessierte mich nur alles nicht mehr. Um aber dennoch hellwach zu wirken, nahm ich ab und zu das Gespräch auf.
An diesem liebevollen Mutterlächeln erkannte ich aber schon, daß das wohl nicht mehr wirklich zusammenhängend gewesen sein wird, was sie mir im Nachhinein auch bestätigte.
Aber, zu dem Zeitpunkt fand ich mich echt richtig gesprächsfähig. Wen stört es schon, wenn ich zwischendurch einschlummere? Also bitte!


Dann, endlich, ging es los. Ich wurde auch schon langsam wieder fitter und war ja auch schon so neugierig, was passieren würde. Ließ ich mir natürlich kaum nicht anmerken, war ja auch nicht die erste Vollnarkose! Alter OP-Hase, ich!

Der Narkotiseur war sehr freundlich, bereitete mich auf die OP vor, was nichts anders bedeutet, daß sie mich aus meinem weichen Bettchen auf ein hartes Brett hieften, obgleich ich schon leicht noch in der Lage gewesen wäre, dort selber rüberzukrabbeln. Aber, ich bin ja gar nicht so, so wirkt es natürlich viel mehr auf uns Krankenkasseneinzahler. Wie im Fernsehen! Dann rammte er mir so ein Dings in den Arm, was ihn aber wunderlicherweise nicht unsymphatischer werden ließ. Komische Drogen haben die da!

Dann fragte er mich, ob ich noch irgendwelche Fragen hätte, was mich zum kichern brachte. Nicht, daß an dieser Stelle jemand denkt, daß ich einen Hauch überspannt gewesen wäre. Nein, ich fand es nur lustig und überlegte, ob ich nun wohl Grüße an die Hinterbliebenen ausrichten müsste. Wobei mir dann einfiel, daß das Wort "Hinterbliebene" ja bedeuten würde... Naja, ich wollte da gar nicht allzusehr drüber nachdenken und gab ihm das Zeichen zum Abschuß.

Bis zehn sollte ich zählen. Bis vier weiß ich noch.
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(Rest folgt, das würde zu lang)

29
Mai
2007

Dummheit tut weh!

Der Tag begann so friedlich. Nach dem Ausschlafen liefen der Zwerg und ich zur Schwester, wo wir gemütlich mit der ganzen Familie frühstückten. Man kann es sich ja auch mal gutgehen lassen an Feiertagen.
Wieder zuhause war der Zwerg schon wieder müde (ist ja auch krank) und so beschloß ich, mit ihm schlafen zu gehen. Vorher wollte ich "nur noch schnell" die Wäsche raushängen, weil ich des Zwergens Bettwäsche waschen musste. Super Hausfrau, die ich bin. *g* Der Zwerg wollte noch schnell spielen gehen, was ich ihm erlaubte, da der Spielplatz gleich um die Ecke ist und er auf Pfiff (meistens) zurückkommt.

Ich muss vielleicht dazu sagen, daß ich meinen Garten eigentlich nur durch mein Schlafzimmerfenster betrete. Dazu setze ich mich auf den Rand, stütze mich mit den Armen ab und lasse mich so langsam runter. Tausendmal getan. Rein & raus.
Gestern rutschte leider meine Hand ab. Kennt ihr das? Wenn etwas passiert und man direkt weiß:"Das geht in die Hose?" So wars dann auch. Unten kam ich schief auch und es tat ein leichtes "krrrch". Eigentlich zwei Mal, aber daran wollte ich noch nicht denken.
Ich lag schön wie ein Käfer auf dem Rücken und hielt meinen Fuß fest. Es tat anfangs sauweh, wurde allerdings besser. Ich wusste, vom Gefühl her, daß aufstehen nicht drin ist. SChalt mich aber gleichzeitig einen Feigling, weil ich es nicht mal versuchte. Hilfe holen? Wie ???
Das Handy drinnen. Durchs Fenster? Keine Chance. Aussenrum? Auch nicht! Um HIlfe rufen? Wie peinlich! Selbst wenn es eine von den Omis hört, wäre ich nicht zu sehen gewesen.

Also war meine einzige Rettung der Zwerg. Ich pfiff - und gefühlte Stunden kurze Zeit später hörte ich den Zwerg in der Wohnung, der mir dann auch direkt das Handy aus dem Fenster warf, so daß ich meine Familie informieren konnte. Praktischerweise hatte meine MUtter eh grad mein Auto (ich hatte das meiner SChwester), so konnten sie recht schnell herkommen. Den Teil, wie ich versuche, in mein Auto zu kommen, erspare ich und mache direkt in der Klinik weiter. Netterweise hatte meine Schwester direkt ein Coolpack parat.
Ach so. Es ist nicht mal dick geworden und es war mir schon etwas unangenehm, weil ich immer Angst hatte, mich dort total zu blamiereren, weil ich nur umgeknickt bin. Aber es fühlte sich eben nach mehr an, auch wenn ich noch hoffte.

Foto-0025

Nach schier endlosem einer kurzen Wartezeit in der NOtaufnahme, wo ich von der lieben Familie kräftig verarscht unterhalten wurde, kam endlich ein junger, extrem gutaussehender fähiger Arzt, der den Knöchel ansieht, mich einmal drehen lässt, bis auch ich die Schwellung sehe, und nur sagt:"Oha. Das ist nicht gut! Das ist scheiße, das gehen wir direkt röntgen." Ich meinte, daß man das auch hätte netter sagen können, aber er lachte und sagte, daß daran nichts nettes mehr sei.
Schönen Dank auch!
Der Röntgenarzt war ähnlich charmant. Als ich die Bilder sah, fand ich sie eigentlich ganz ok. Also gesehen habe ich nichts, bis mein Schwesterchen auf einen Spalt zeigte und wieder das Wort des Tages sagte:"Oha!" Ich dachte, der gehörte da hin....
Ich wurde auch direkt in den Gipsraum geschoben, wo noch etliche "Oha´s" folgten. Direkt über dem von uns gesehenen Bruch ist nämlich noch einer und auf dem anderen Bild war auch noch etwas zu sehen, an der anderen Seite. Naja, scheint wohl ein "schöner" nicht ganz so einfacher Bruch zu sein, den sich auch einige weißbekittelte interessiert ansahen. Schön, der Medizin beim Livestudium behilflich sein zu können...
Ich bekam eine arschschwere traumhaft pinke Gipsschiene verpasst und durfte das Krankenhaus ohne Hose verlassen. Ohne die Bilder, die wollten sie sich noch genauer ansehen, ob das evtl operiert werden muss. Aber das werde ich wohl auch erst nachher erfahren.

Gips

Foto-0027

20
Feb
2007

Ich bleibe gespannt.

Scheinbar habe ich da ein Thema angeschnitten, daß mir den Kampf angesagt hat.

Soeben ist die komplette Elektronik im Badezimmer sowie der Küche ausgefallen. Samt Licht.
Aber pah! Ich koche auch mit Verlängerungskabel, Wasserkocher und Kerze. So leicht lasse ich mich ja nicht unterkriegen.

Bin gespannt, wie es weitergeht....

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Paulaline - 1. Jul, 21:36
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Paulaline - 1. Jul, 21:16
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